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Montag, 26. Dezember 2011

[Rezension] Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet - Alan Bradley



Flavia de Luce 1
Mord im Gurkenbeet

Alan Bradley
Penhaligon (September 2009)

384 Seiten

ISBN: 3764530278


Meine Bewertung: ★★★★★

Angesiedelt im England der Nachkriegszeit ist dieser Krimi mit seinen skurrilen und schrulligen Charakteren ein Tipp für Freunde des trockenen Humors. Ein Krimi für alle Altersklassen, der sich nur in dieser entschleunigten Zeit, ohne die uns heute so liebgewonnenen Technologien, ungemein spannend und dennoch ohne Ekelszenen entwickeln kann.
Flavia die kleine, manchmal auch nervtötende, Giftspritze wandelt hier bei ihren Nachforschungen und Recherchen, für mich, durchaus in den Fußstapfen einer Miss Marple oder eines Sherlock Holmes.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

[Rezension] Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell - George R.R. Martin




Das Lied von Eis und Feuer 01
Die Herren von Winterfell

George R.R. Martin
Blanvalet (Dezember 2010)
576 Seiten

ISBN: 3442267749


Meine Bewertung: ★★★★

Ein Fantasy-Epos was überraschend stark ohne viele Fantasy-Elemente begeistert und durch die Art seiner Erzählung glänzt. Liebe, Lust und Leidenschaft gepaart mit Intrigen, Macht- und Ränkespielen zeichnen eine raue Welt in der Moral und Leichtigkeit nur noch seltene Begleiter zu sein scheinen.
Mein Lesetipp in diesem Jahr und sicherlich auch darüber hinaus ins Jahr 2012!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

[Rezension] Das Geheimnis von Summerstone - Die furchtlosen Vier von Gitty Daneshvari

Das Geheimnis von Summerstone 01
Die furchtlosen Vier
Gitty Daneshvari

cbj (März 2010)
304 Seiten
ISBN: 3570135985

Meine Bewertung: ★★★★


An einem streng geheimen Ort, auf einem 70 Meter hohen Felsen, befindet sich >> Summerstone << - das Phobinasium - eine ebenso exklusive wie geheimnisvolle Bildungseinrichtung. Die Lehrmethoden der Direktorin, Mrs Wellington, sind einzigartig. Und nur wenige Menschen wissen, was hier tatsächlich vor sich geht...
Madeleine fürchtet sich so sehr vor Insekten und Spinnen, dass sie sich nur im Imker-Kostüm und mit Insekten-Spray bewaffnet nach draußen wagt. Theo lebt in ständiger Angst, seine Angehörigen könnten aus dem Leben gerissen werden. Lulu fürchtet sich vor engen, fensterlosen Räumen. Und Garrisons Angst vor Wasser verhindert eine glanzvolle Karriere als Schwimm-Ass. Als die verzweifelten Eltern von einer geheimnisvollen Bildungsanstalt erfahren, in der angeblich die furchtsamsten Kinder geheilt werden, melden sie ihre Sprösslinge umgehend an. Nun sitzen die vier in >> Summerstone << fest, einem einsam gelegenen Anwesen auf einem 70 Meter hohe Felsen ohne Zufahrtsstraße, und sind den merkwürdigen Methoden von Mrs Wellington, der verrückt-gruseligen Direktorin ausgeliefert. Doch das ist erst der Anfang des Abenteuers...

Rezension:
Grandios - wäre wohl das erste Wort das mir einfällt, wenn man mich fragen würde wie mir dieses Buch gefallen hat.
Witzig und skurril aber auch gleichzeitig mit einer Portion Ernst, die bei dem Thema Ängste nicht fehlen darf, erzählt Gitty Daneshvari die Geschichte von Madeleine, Theo, Lulu und Garrison - vier Kinder die von den unterschiedlichsten Phobien geplagt werden. Und man mag gar nicht glauben wieviele verschiedene und unglaubliche Phobien es gibt.

Da wäre zum Beispiel die Kakophobie, die Atychiphobie, die Osmophobie oder
die Hippopotomonstrosesquippedaliophobie.
Noch nie davon gehört? Dann geht es Euch wie mir, bevor ich Das Geheimnis von Summerstone gelesen habe. Doch jeder hat vor etwas Angst, mag es auch noch so verrückt klingen und genau so beginnen in Gitty Daneshavris Buch die einzelnen Kapitel - immer mit der Erklärung zu einer der vielen skurrilen Phobien.

Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat ist, dass auch wenn die Ängste der Kinder so verrückt erscheinen, zudem eigentlich ständig präsent sind und ein "normales" Leben für sie fast unmöglich machen, so werden sie nie als "Die Verrückten" charakterisiert oder lächerlich gemacht. Ganz im Gegenteil sind sie alle auf ihre Art unglaublich charmant, liebenswert und auf ihre Art irgendwie doch normale Kinder.
Denn auch wenn Madeleine beim ersten Zusammentreffen mit Garrison eine ihrer am Waffengürtel befestigten Insektensprays zückt, kommt sie im nächsten Moment ins Schwärmen und fragt ihre Mutter, ob sie diesen Jungen nicht behalten können. Immerhin lösen Jungs auch nicht soviele Allergien aus wie Hunde und haben auch seltener Flöhe.
Ich habe nicht nur an dieser Stelle gelacht, sondern in vielen anderen Lesemomenten.

Wer nun aber denkt es würde die ganze Zeit nur um Phobien gehen und ängstliche Kinder, liegt damit zwar nicht gänzlich falsch, aber Das Geheimnis von Summerstone hat noch mehr zu bieten und zwar auch jede Menge Spannung und Überraschungen. Denn schon nach einem recht kurzen Aufenthalt im Phobinasium wird den Vieren klar das sie dort nicht wirklich ihre Zeit und ihren Sommer verbringen möchten.

Nun heißt es sich zusammenraufen und auch seinen Ängsten stellen, denn Mrs Wellington und ihr Gespann haben einen ganz eigenen Plan und "die furchtlosen Vier" können nicht mit wirklich der zum Teil übertriebenden Rücksichtnahme rechnen die sie zuhause erhalten haben. Mehr und mehr zeigt sich das sie alle einander unterstützen können und das Miteinander und Füreinander vielleicht die beste Therapie ist.

Fazit:
Vier kleine Phobiker die über sich hinauswachsen und deren nicht einfacher und alles andere als gradliniger Weg dorthin mit viel Humor und Witz beschrieben wird sind den Kauf mehr als wert!
Gitty Daneshvari hat mit ihrem ersten Kinderbuch für mich eine ganz wunderbare Geschichte erzählt und sie macht Lust auf mehr und somit den zweiten Band von Das Geheimnis von Summerstone. Daher gibt es von mir dafür 5 Sterne!